Der Hühner Auslauf sollte nicht nur Bewegungsfreiheit bieten, sondern möglichst natürlich beschaffen sein.Entstehen sehr viele Löcher oder ist der Auslauf gar Kar gefressen, ist der Auslauf zu klein. Der Auslauf sollte Gräser, Büsche, Sträucher und evtl. auch Bäume enthalten. Je Vielfältiger, desto besser. So können die Hühner im Garten einiges an Nahrung finden und sich richtig wohl fühlen. Alternativ können die Hühner auch frei im Garten herumlaufen.

Die Größe des Hühner Auslaufs

In dieser Tabelle erfahren Sie die ungefähre Größe Ihres Auslaufes. In Zweifelsfällen ist es meist besser, ein paar Tiere weniger zu halten, als ein paar Tiere zu viel. Halten Sie Zwerghühner, so können Sie rund ein Drittel mehr Tiere auf der selben Fläche halten. Grundsätzlich geht man von einem naturnahen Auslauf und nicht von einem Betonplatz aus, aber das ist ja eigentlich klar.

Hühner35-78-10
Auslaufgröße50m²100m²150m²
Ausßlaufgrößen je nach Hühneranzahl

Am schönsten ist für die Hühner natürlich ein unbegrenzter Auslauf, aber dies können ihnen nur die Wenigsten bieten. Bei Zuchttieren ist der Auslauf noch etwas größer vorzunehmen, man geht pro Tier von 20 Quadratmetern aus.

Gestaltung des Auslaufs

Hühner im Auslauf

Als Erstes sollte man sich im Garten einen geeigneten Bereich suchen. Ist zum Beispiel ein alter Obstgarten vorhanden, so hat man schon fast ideale Bedingungen. Da Hühner nämlich keine richtigen Weidetiere sind, meiden sie offene Flächen und ziehen sich gerne ins Gebüsch zurück. Sie werden es Ihnen also danken, wenn Sie schon vor der Ankunft der Hühner ausreichend Büsche und wenn möglich sogar Bäume gepflanzt haben. Für die Bäume sollte man sich allerdings nur entscheiden, wenn der Auslauf groß genug ist und selbst dann dürfen die Büsche nicht fehlen. Wollen Sie also Bäume anpflanzen, dann sind in der einen Ecke am besten Nadel-, in der anderen Ecke Laubbäume anzupflanzen. Nadelbäume haben den Vorteil, dass sie den Wind gut abhalten, bei Laubbäumen kommt im Winter etwas Sonnenlicht an die Erde.

Wechselauslauf

Dementsprechend sollte auch der Auslauf gestaltet sein, ideal ist ein sogenanntes Mehrkammersystem oder ein Wechselauslauf, der gewährleistet, dass sich die Grasnarbe wieder regenereieren kann. Zudem wird in einem Wechselauslauf der Keimdruck durch Fadenwürmer, Kokzidien und Bakterien verringert, da sich der Boden regenerieren kann und eine zirkuläre Ansteckung durch die pickende Wideraufnahme von Parasiteneiern reduziert.

Der Auslauf für ein Mehrkammersystem lässt sich durch ein Abstecken mittels Weidezäunen recht gut anlegen. Mehrere kleinere Längen Weidezaun oder ein Geflügelnetz garantieren entsprechende Flexibilität beim Abstecken von Wiesenteilen, Beeten oder der Gestaltung eines Mehrkammer-Wechselauslaufes. Die Art des Zauns sollte sowohl was die Höhe als auch die Möglichkeit, den Zaun elektrisch anzuschließen von der Flugfähigkeit der Hühner abhängig sein.

Wenn die Wiese groß genug und vor allem artenreich bewachsen ist, ist ein Wechselauslauf jedoch kaum nötig, da sich die Hühner selten in nur einem Bereich aufhalten werden, Vielmehr suchen sie von sich aus die noch nicht abgeweideten Gartenbereiche auf, laben sich an der dortigen Insektenvielfalt und ergänzen ihre tägliche Futterration selbstständig durch Grünfutter, Wiesenblumen und Kräuter.