Hühner sind Scharrtiere und brauchen geeignete Einstreu, sie laufen, scharren und picken, um nach Essbarem zu suchen und Leckerbissen zu finden. Natürlich lebende Hühner halten sich unter Büschen und Bäumen auf, wo sie durch ihr Scharren einen Betrag zur Bodenqualität leisten. Hühner lockern das Erdreich rund um Busch und Baum auf, picken die Früchte, die sonst in unmittelbarer Konkurrenz zur Ursprungspflanze wurzeln würden und verhindern durch ihre Vorliebe für Insekten einen zu großen Schädlingsbefall rund um das Gewächs.

Körperpflege durch den Scharrtrieb

Hühner können gar nicht anders als zu picken und zu scharren, deswegen benötigen sie eine Einstreu im Stall, die es ihnen ermöglicht, diesem Bedürfnis nachzugehen. Die Natur des Huhns und sein Körperbau bergen die Erklärung für diese Eigenschaft der Hühner: zum einen haben Hühner nach wie vor stark ausgeprägte Krallen an den Zehen, mit denen sie nach Futter suchen. Nur durch den ausgelebten Scharrtrieb werden diese Krallen in ausreichendem Maße gekürzt. Kann das Huhn nicht scharren, verliert es nicht genug Horn an den Krallen, was eine aufwändigere Pflege der Hühner für den Halter mit sich bringt.

Zum anderen haben Hühner einen natürlichen Suchtrieb in Bezug auf das Futter. Dieses ist der Grund, warum Küken auch ohne Glucke aufgezogen werden können: es ist ihnen gewissermaßen genetisch einprogrammiert, zu picken und sich selbst zu ernähren.

Die richtige Einstreu

Eigentlich gibt es bei der Einstreu kein richtig oder falsch. Einfache Sägespäne sind absolut ausreichend, um dem Scharrtrieb der Hühner gerecht zu werden. Denn haben diese auch etwas Auslauf, finden sie auch dort genug Stellen, an denen sie scharren und nach Futter suchen können. Empfehlen kann ich jedenfalls die Einstreu der Stadtmühle Waldenbruch, oder einem vergleichbaren Produkt.